9. April 2025
Am 9. April 2025 durften Teilnehmer des Zukunftskreis Nachhaltigkeit³ bei bestem Frühlingswetter das Living Lab NRW der Bergische Universität Wuppertal erleben. Vor der Führung gönnten wir uns zur Einstimmung ein leckeres Eis und wer wollte, konnte sich bei einem Kaffee in der nahegelegenen Talbohne stärken – sehr empfehlenswert! Gegen 16 Uhr startete die spannende Führung, begleitet von Manuela Immecke der Projektleiterin der Bergischen Universität Wuppertal, die uns in die Hintergründe des Projekts und den internationalen Wettbewerb Solar Decathlon Europe einführte. Acht Hochschulteams aus der ganzen Welt entwickelten hier innovative Wohnkonzepte, die nicht nur auf Nachhaltigkeit und urbane Nachverdichtung abzielen, sondern auch unter realistischen Bedingungen umsetzbar sein mussten. Besonders eindrucksvoll war, wie praxisnah die Entwürfe gedacht wurden: So musste das Team der Universität Valencia ihr ursprüngliches Konzept überarbeiten, als klar wurde, dass ein Schwerlastkran in der engen Altstadt, wo ihr Haus ursprünglich stehen sollte, nicht eingesetzt werden kann. Ein tolles Beispiel für praxisorientierte Lehre! Auch bei den Materialien wurde kreativ gearbeitet: Eine Gruppe setzte auf eine Sammlung aus Korkeiche, eine andere entwickelte eine Wand aus mit Wasser gefüllten Glasflaschen, die tagsüber Wärme speichern und sie abends langsam wieder abgeben. Viel Aufmerksamkeit erhielt auch das Projekt der TU Delft, das mit bedruckbaren Photovoltaikmodulen experimentierte – funktional und ästhetisch innovativ. Darüber hinaus wurden im Living Lab neue Raumkonzepte getestet: Einige Häuser verzichteten bewusst auf private Rückzugsräume zugunsten gemeinschaftlich genutzter Flächen, um die Wohnfläche maximal zu reduzieren. Ein Highlight war auch ein Haus, in dem 2x2 Meter große Wohn- und Schlafmodule theoretisch frei verschiebbar sein sollten – in der Praxis erwies sich der Boden jedoch als zu uneben und die Module als zu schwer. Ein lehrreicher Realitätscheck! Heute werden die Häuser nicht nur für Bildungs- und Forschungszwecke genutzt, sondern phasenweise sogar tatsächlich von Studenten bewohnt. Die Einheiten dienen damit als lebendige Labore für das urbane Wohnen der Zukunft. Wir bedanken uns herzlich beim Team des Living Lab NRW für die inspirierenden Einblicke – und hoffen sehr, dass dieses besondere Gelände über die bisher geplante Nutzungsdauer hinaus erhalten bleibt. Euer ZN³ PR- & Marketingkreis